Fortbildungen

Seminarinformation
12
Feb

EGO-STATE-THERAPIE und Aufstellungsarbeit 2017

Referentin: Karin Huyssen
Über die Referentin

In diesem Fortgeschrittenenseminar verbindet Karin Huyssen sehr eindrücklich Ego-State Therapie und Elemente der Systemischen Aufstellungsarbeit. Das „Ich“ im Ego-State-Modell ist durch eine Vielzahl an Ego-Zuständen (Persönlichkeitsanteilen) charakterisiert, die in einer Gruppe co-existieren. In der Gruppenarbeit wird sichtbar und vor allem spürbar, wie Ego-States miteinander kommunizieren und wie sie zueinander stehen, wir können ihre Beziehungen zueinander einschätzen auf den Stufen der Integration. Mögliche Lösungen zeigen sich relativ schnell und oft besonders eindrücklich. Ego-State Therapie in Gruppen kann als eine Art verkörperter Arbeit verstanden werden.

Frau Huyssen bietet in Ihrer Praxis neben der Einzeltherapie auch Gruppentherapie an. Aus ihrer Sicht gibt es viele Vorteile Ego-State Therapie in einer Therapiegruppe anzubieten. Die repräsentative Wahrnehmung (ein Begriff aus der Systemischen Aufstellungsarbeit) der Gruppenteilnehmer kann die Arbeit des Therapeuten erleichtern – die Ego-States sind mit Leib und Seele dabei. PatientInnen selbst erleben in der Aufstellungsarbeit eine sichere Distanz zu ihren Ego-States, der innere Dialog wird hör- und spürbar und die Dynamik der Ego-States untereinander begreifbar. Aus therapeutischer Sicht erfahren Sie mehr über die funktionalen und dysfunktionalen Handlungsweisen der Ego-States, über die Dynamik mit der sich Probleme aufrecht erhalten, und bekommen einen leichteren Zugang dazu, dass die Ego-States nicht das Problem sind, sondern eine dysfunktionale Lösung des Problems darstellen. Mit Hilfe der Aufstellungsarbeit können Therapeuten gleichzeitig mit dem beobachtenden Teil als auch den verschiedenen Ego-States des Patienten / der Patientin in Verbindung bleiben ohne den Überblick zu verlieren. Und die tiefe Empathie, welche die Gruppenteilnehmer für andere und sich selbst entwickeln, wenn sie Ego-States stellvertretend übernehmen, trägt zu dem Wert dieser Arbeit bei. Die Arbeit mit Ego-States in Gruppen kann als eine verkörperte Arbeit verstanden und erlebt werden.

Dieses Spezialseminar ist eine Vertiefung der Ego-State-Therapie.

Karin Huyssen ist klinische Psychologin in Stellenbosch, Südafrika. Sie arbeitet in eigener Praxis mit Schwerpunkt der Traumatherapie. Sie leitet Aufstellungsseminare und ist als Trainerin in diesem Bereich tätig. Die Kombination von Ego-State Therapie, Aufstellungsarbeit und Somatic Experiencing® zeigt besonders viel Potenzial. Karin Huyssen hat diese Methode in den letzten paar Jahren bei mehreren Kongressen vorgestellt und ist im In- und Ausland als Referentin gefragt.

Zielgruppe

In diesem Spezialseminar werden Grundlagen der Ego-State-Arbeit vorausgesetzt. Sie erhalten eine Einführung in die Methoden der systemischen Aufstellungsarbeit, hier sind keine Vorkenntnisse erforderlich. In diesem Seminar ist neben einem Theorieteil ein großer Anteil an Selbsterfahrung vorgesehen.

Zugangsvoraussetzungen

Die Fortbildungsseminare Ego-State-Therapie richten sich an Personen mit einem abgeschlossenen Universitäts- bzw. Hochschulstudium sowie einer abgeschlossenen Psychotherapieausbildung entsprechend dem Psychotherapeutengesetz (Approbation). Bei einem abgeschlossenen Studium im psychologischen, pädagogischen Bereich, können ebenfalls Personen teilnehmen, die zusätzlich in einem vom Psychotherapeutengesetz festgeschriebenen Therapieverfahren (vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie anerkannten sowie durch die Übergangsregelungen festgelegten Behandlungsverfahren) ausgebildet sind.

Diese Fortbildung ist von der Psychotherapeutenkammer Hamburg mit 16 Fortbildungspunkten akkreditiert. (8 FE Kategorie Kenntniserwerb + 8 FE Kategorie Reflexion)

Das Seminar findet in deutscher Sprache statt.

Termin: 17.11. bis 18.11.2017 jeweils 9:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Hamburg Altona-Ottensen
Kosten: 320.- €

Anmeldung