EGO-STATE-THERAPIE und Körperarbeit 1-2026
Flow, Embodiment und Orientierung
Referentinnen: Merete Stensen und Silke Großbach
Über die Referentin Merete Stensen
Über die Referentin Silke Großbach
Traumatische Ereignisse oder überwältigende Lebenserfahrungen führen häufig dazu, dass die Verbindung zwischen den sensorischen und motorischen Funktionen unterbrochen wird, es kommt zu Hemmungen oder Blockaden. Diese Hemmungen stellen zunächst einen wichtigen Teil unserer Abwehr- bzw. Schutzmechanismen dar. Wenn sich diese jedoch verfestigen, werden sie dysfunktional und führen zu Einschränkungen auf verschiedenen Erlebnisebenen. In der therapeutischen Praxis können wir somit bei traumatisierten Menschen eine Begrenzung ihrer sensomotorischen Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit beobachten.
Sensorische Motorik bedeutet, dass sich motorische und sensorische Aktivität gegenseitig unterstützen. Um ein emotionales Trauma zu verarbeiten, ist das Ziel die Herstellung von Stabilität. Nicht aus sich selbst heraus, sondern indem der Prozess Informationen aus der Gegenwart, in der Beziehung zum anderen, zum Raum und der Welt zu senden und zu empfangen, wieder angeregt wird.
Dieses Seminar vermittelt die sensomotorischen Entwicklungsschritte, so dass die TeilnehmerInnen diesen Rahmen nutzen können, um Hemmungen im Ausdruck ihrer KlientInnen zu identifizieren, zu lokalisieren. Die durch Trauma und Stress entstandenen Unterbrechungen der sensorischen und motorischen Funktionen werden behutsam wieder verbunden, um eine verbesserte sensomotorische Ausdrucksfähigkeit zu erreichen. Dieser dynamische Selbstzustand ermöglicht mehr Zugang zum Erleben von Präsenz und Flow.
Die therapeutischen Interventionen nehmen Bezug zum Ego-State-Modell, so dass die TeilnehmerInnen in der Arbeit mit Selbstanteilen körperbezogene Interventionen sicherer anzuwenden und psychodynamische Prozesse im Integrationsprozess einzuschätzen. Vorkenntnisse in der Körpertherapie oder Ego-State-Arbeit werden nicht vorausgesetzt, daraus abgeleitete Grundlagen zum Verständnis einer traumasensiblen Arbeit werden im Seminar vermittelt.
Das Seminar beinhaltet Live-Demonstrationen und Übungen. Die Fortbildung basiert auf einem Vortrags-Demonstrations-Praxis-Format. Das Seminar ist eine anregende Mischung aus theoretischem und erfahrungsorientiertem Lernen in der Großgruppe und in Kleingruppen.
Dieses Seminar ist das erste Modul für die Spezialseminare Ego-State-Therapie und Körperarbeit: Vom 19.-20. Sepember 2026 wird das Modul 2 Ego-State-Therapie und Körperarbeit angeboten mit dem Schwerpunkt „Grenzen und Territorium“. Die Module bauen nicht aufeinander auf, können daher auch einzeln gebucht werden. Weitere Informationen zum Modul 2 finden Sie hier.
Ego-State-Therapie und Ego-State-Coaching & Counselling Curriculum
Dieses Spezialseminar wird für die Zertifizierung als Ego-State-TherapeutIn anerkannt, bzw. ist ein zusätzliches Seminar für die Vertiefung der Ego-State-Arbeit.
Für diese Fortbildung wird bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg ein Antrag auf Akkreditierung gestellt (20 Fortbildungspunkte).
Termin: Samstag, 13.06.2026 bis Sonntag, 14.06.2026 (täglich von 10 bis 18 Uhr)
Ort: Hamburg-Ottensen
Kosten: 420.- €
Achtung Early-Bird-Preis: Bei Anmeldung bis zum 31.3.2026 sind die Seminarkosten auf 400 € reduziert. Bei Buchung der Seminare EST Körper 1 und 2 (Seminar im September 2026) ist die Seminargebühr auf 380 € pro Seminar reduziert.
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