Fortbildungen

Seminarinformation
25
Jan.

EGO-STATE-THERAPIE und Körperarbeit 2-2026

Grenzen und Territorium

Referentinnen: Merete Stensen und Silke Großbach

Über die Referentin Merete Stensen

Über die Referentin Silke Großbach

Unsere Ausdrucksprache ist postkinetisch, der erste Impuls geht entwicklungsgeschichtlich vom Körper aus. Wir lernen, „Ja“ und „Nein“ mit Gesten zu sagen, indem wir nach Belieben drücken und ziehen, und so unsere Bedürfnisse und Wünsche ausdrücken oder uns vor unerwünschten Interaktionen schützen. Häufig wird diese Fähigkeit jedoch unterbrochen oder geschwächt, eigene Bedürfnisse und Impulse werden ignoriert oder unterdrückt und unser Selbstgefühl wird beeinträchtig.

In diesem Seminar liegt der Schwerpunkt in der Arbeit bei Folgestörungen durch Trauma oder Stress KlientInnen darin zu unterstützen, die Empfindung des eigenen Territoriums und der Grenzen zu erleben und wiederherzustellen.

Die Voraussetzung für das Setzen von Grenzen ist das Erleben und die Fähigkeit, sich im eigenen Territorium sicher zu fühlen, Vertrauen darin zu haben sich zu bewegen, sich ausdrücken zu können. Dieses Seminar ist auf die Arbeit mit dem persönlichen Innenraum ausgerichtet. Vermittelt werden Körperinterventionen, Atemtechniken und Selbstmanifestationen, die zu einer Verstärkung des Erlebens von Sicherheit führen. Die Interozeptionsfähigkeit und die Körperwahrnehmung werden gefördert, so dass Grenzen besser wahrgenommen und leichter gesetzt werden können. Die Fähigkeit die eigenen Grenzen zu erkennen und zu verteidigen, hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das Erleben der Selbst-Energie und auf die ganzheitliche Gesundheit. Die Anwendung von aktiven Selbstschutzmechanismen hilft gesunde Grenzen zu setzen, so dass Selbstwertgefühl und eigene Würde gestärkt werden.

Die therapeutischen Interventionen nehmen Bezug zum Ego-State-Modell, so dass die TeilnehmerInnen in der Arbeit mit Selbstanteilen körperbezogene Interventionen sicherer anwenden können und die psychodynamischen Prozesse im traumatherapeutischen Integrationsprozess besser einordnen und einschätzen können. Vorkenntnisse in der Körpertherapie oder Ego-State-Arbeit werden nicht vorausgesetzt, daraus abgeleitete Grundlagen zum Verständnis einer traumasensiblen Arbeit werden im Seminar vermittelt.

Das Seminar beinhaltet Live-Demonstrationen und Übungen. Die Fortbildung basiert auf einem Vortrags-Demonstrations-Praxis-Format. Das Seminar ist eine anregende Mischung aus theoretischem und erfahrungsorientiertem Lernen in der Großgruppe und in Kleingruppen.

Dieses Seminar ist das zweite Modul für die Spezialseminare Ego-State-Therapie und Körperarbeit: Vom 13.-14. Juni 2026 wird das Modul 1 Ego-State-Therapie und Körperarbeit angeboten mit dem Schwerpunkt „Flow, Embodiment und Orientierung“. Die Module bauen nicht aufeinander auf, können daher auch einzeln gebucht werden. Weitere Informationen zum Modul 1 finden Sie hier

Ego-State-Therapie und Ego-State-Coaching & Counselling Curriculum: Dieses Spezialseminar wird für die Zertifizierung als Ego-State-TherapeutIn anerkannt, bzw. ist ein zusätzliches Seminar für die Vertiefung der Ego-State-Arbeit.

Für diese Fortbildung wird bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg ein Antrag auf Akkreditierung gestellt (20 Fortbildungspunkte).

Termin: Samstag, 19.09.2026 bis Sonntag, 20.09.2026 (täglich von 10 bis 18 Uhr)

Ort: Hamburg-Ottensen

Kosten: 420.- €

Achtung Early-Bird-Preis: Bei Anmeldung bis zum 31.3.2026 sind die Seminarkosten auf 400 € reduziert. Bei Buchung der Seminare EST Körper 1 und 2 (Seminar im September 2026) ist die Seminargebühr auf 380 € pro Seminar reduziert.

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