Fortbildungen

Seminarinformation
15
Jun

Somatische EGO-STATE-THERAPIE Spezialseminar 2-2020

Spezialseminar Ego-State-Therapie und Körperarbeit – eine wirkungsvolle Kombination (Seminar 2)

Referent: Dr. Woltemade Hartman
Über den Referenten

Dieser Workshop ist der zweite in einer Reihe von dreien, um Ego-State-Therapeuten eine Orientierung darüber zu ermöglichen, wie eng Ego-States mit der Physiologie der Bedrohung verbunden sind und dass sie sich zum Zweck der Überlebens gebildet haben. Der Fokus dieses Workshops liegt daher auf den folgenden substanziellen Aspekten:

1. Erfahrung erwerben über die wichtige Funktion der Koppelungsdynamik in der Ego-State-Therapie und wie man damit umgeht. Wie man z.B. mit Ego-States umgeht, die von Trauma-Erlebnissen überflutet sind und wie man Ego-States von Dissoziation, Erstarren (Einfrieren) und Unbeweglichkeit entkoppelt.

2. Überlebens- und Abwehrreaktionen, die mit bestimmten Ego-States verbunden sind; dies gilt insbesondere für den Bedrohungsreaktions-Zyklus von Kampf, Flucht und Erstarren (Einfrieren). Der Fokus liegt hierbei darauf, wie man diese Reaktionen in spezifischen Ego-States physiologisch wiederherstellt und wie man es ermöglicht, dass Erstarrungsreaktionen innerhalb von Ego-States komplettiert und integriert werden.

3. Ego-States zeichnen sich oft aus durch eine angestrengte innere Versteifung angesichts traumatischer Erlebnisse. Im Ergebnis sind sie dann manchmal in völligem Zusammenbruch verkapselt. Der Fokus dieses Workshops liegt darauf, Mittel und Wege der sorgsamen Begleitung und Unterstützung von Ego-States durch solche Erlebnisse der inneren Versteifung und des Zusammenbruchs (hindurch) zu finden, sie so evtl. von Unbeweglichkeit und Erstarrung zu befreien und im Klienten als ganzer Person Resilienz wiederherzustellen.

Häufig sind die Ego-States-Grenzen als Folge des Traumas gerissen. Es werden Mittel und Wege erkundet, diese Grenzen wiederherzustellen und optimale Flexibilität und Integration zu fördern. Von Wichtigkeit ist das Verständnis der Wahrnehmungskanäle (wie z.B. visuell, kinästhetisch, taktil, emotional und in Verhaltensreaktionen) und wie diese mit Trauma-Erlebnissen verbunden sind. Das SIBAM-Modell von Peter Levine wird dargestellt und wie man die Kopplungsdynamik nutzt, um traumatische Erlebnisse zu reintegrieren.

Das Hauptaugenmerk in diesem Workshop liegt daher auf der Auflösung des Traumas mit Hilfe von spezifischen Ego-States und Introjekten.

Der Workshop weist das Format Vorlesung-Demonstration-Praxis auf und die Teilnehmer lernen praktikable Techniken, die sie in ihrer Arbeit mit traumatisierten Klienten anwenden können.

Bitte beachten Sie, dass die drei Teile zu Somatische Ego-State-Therapie in entsprechender Reihenfolge beginnend mit Teil 1 besucht werden müssen. Gleichwohl ist es möglich, z.B. nur Teil 1 und 2 zu buchen.

Zielgruppe

Dieses Spezialseminar dient der Vertiefung der Ego-State-Therapie. TeilnehmerInnen sollten das Einführungsseminar Somatische Ego-State-Therapie 1 und mindestens die Grundausbildung in Ego-State-Therapie abgeschlossen haben, da dieses Seminar das Grundverständnis der Ego-State-Therapie und die Arbeit mit dem SARIA-Modell voraussetzt.

Zugangsvoraussetzungen

Das Curriculum Ego-State-Therapie richtet sich an Personen mit einem abgeschlossenen Universitäts- bzw. Hochschulstudium sowie einer abgeschlossenen Psychotherapieausbildung entsprechend dem Psychotherapeutengesetz (Approbation). Neben dem im Psychotherapeutengesetz festgeschriebenen Therapieverfahren werden die vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie anerkannten sowie durch die Übergangsregelungen festgelegten Behandlungsverfahren ebenfalls anerkannt.

Für diese Fortbildung wird ein Antrag auf Akkreditierung bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg gestellt (16 FE).

Das Seminar findet in deutscher Sprache statt.

Termin: Freitag, 06.11.2020 bis Samstag, 07.11.2020 (täglich 9 bis 17 Uhr)
Ort: Hamburg
Kosten: 340.- €

Anmeldung