Haptic Gamma Embodiment

Eine Unterzeile zum Titel

HAPTIC GAMMA EMBODIMENT

BERÜHRUNG, BEWEGUNG UND WAHRNEHMUNG

ZUR FÖRDERUNG DER SELBSTREGULIERUNG UND KOREGULIERUNG

Dieser von Marcelo Muniz entwickelte somatische Ansatz vermittelt eine phänomenologische und neurophysiologische Sicht bezogen auf die Präsenz und Haltung eines Menschen. Besonders in der Traumatherapie zeigen sich erlebte Traumata verkörpert in somatischen Hemmungen, Blockierungen, Einschnürungen und Fixierungen von Haltung und Wahrnehmung.

Dieser somatische Zugang ist in der Arbeit mit traumatisierten PatientInnen besonders wichtig, denn über die Auflösung dieser somatischen Blockierungen können emotionale Reaktionen erlebt werden, die über andere Methoden den PatientInnen nicht zugänglich sind.

Diese Fortbildung vermittelt eindrücklich, wie Körperspannung sowohl durch die Ausdruckskraft (meine Präsenz von innen nach außen in Bezug auf die anderen) und durch spezifische Erfahrungen im Eindruck (indem ich die Präsenz des anderen von außen nach innen empfange und wahrnehme) moduliert wird. Im therapeutischen Rahmen wird mit Hilfe von Berührung, Bewegung und Wahrnehmung die Dynamik zwischen Eindruck- und Ausdruckskraft verbessert.

PatientInnen erfahren eine Verbesserung im Gleichgewicht ihres autonomen Nervensystems, dies fördert die Fähigkeit der Selbstregulation, eine höhere Qualität der Körperwahrnehmung (Embodiment), das somatische Selbstgefühl wird verbessert und die Resilienz nachhaltig.

Die Grundlagen der Methode Haptic Gamma Embodiment: Haptik wird als ein Zustand definiert, wenn Kinästhesie und Sinneswahrnehmung in Berührung zusammengeführt werden und daraus ein palpierender Sinneseindruck entsteht. In klinischer Hinsicht ist nicht nur der Tastsinn, sondern es sind alle Sinne in der Kinästhesie integriert, was das Konzept des rein haptischen Systems erweitert. Jede Bewegung des Körpers, als Ausdruck der Kinästhesie, kann vor einer Empfindung schützen oder eine Empfindung suchen. Dadurch entsteht eine dynamische Beziehung, die als haptisch bezeichnet werden kann.

Indem die haptische Beziehung mit dem Raum durch einen Zustand aufnahmebereiter Präsenz (Gamma) erweitert wird, führt dies zu einem Gefühl der Orientierung, Selbstregulierung und Ko-Regulierung. Gamma bezieht sich dabei auf den neurologischen Pfad, auf dem Emotionen und räumliche Orientierung moduliert werden können. Auf diesem Weg werden neue Ausdrucks- und Koordinationsformen ermöglicht. Dieser Prozess ermöglicht eine bessere Stabilität und Fluidität in unserer Leistungskapazität und verbessert die Dynamik von Gewohnheiten und Einstellungen.

Marcelo Muniz entwickelte diese Methode als somatischer Therapeut und Bewegungspädagoge in 30 Jahren klinischer Ausbildung und Praxis. Seine Forschung verband er mit diversen Wissensgebieten. Er studierte besonders bei Hubert Godard dessen grundlegende Konzepte und theoretischen Grundlagen und entwickelte daraus einen systematisierten Ansatz, um einer breiten Anzahl von Fachleuten eine praktische und kreative Möglichkeit zu bieten, das Wissen über Schwerkraft und Raum aus der Perspektive eines phänomenologischen Prozesses zu nutzen und diesen für die psychotherapeutische Arbeit zu erweitern.

Diese Fortbildung „Haptic Gamma Embodiment“ wird in einem Curriculum von fünf Seminaren zu je vier Tagen mit theoretischen Inhalten und praktischen Übungen angeboten.